Leitfaden für erfolgreiches Corporate Social Responsibility

Seit 1998 setzte sich die betapharm Arzneimittel GmbH für eine verbesserte Patientenversorgung in Deutschland ein. Aus der langjährigen Erfahrung heraus stellte betapharm die folgenden Thesen für erfolgreiches Corporate Social Responsibility auf:

1. Das Engagement muss zur Unternehmensphilosophie passen
Um gesellschaftliches Engagement langfristig und erfolgreich zu betreiben, muss es die Grundwerte des Unternehmens widerspiegeln und Bestandteil der Firmenphilosophie und der gelebten Unternehmenskultur werden.

2. Informieren und Entwickeln
Als Unternehmen eine sinnvolle Möglichkeit des Engagements zu finden, ist nicht einfach. Zahlreiche Dienstleister wie Vermittlungsagenturen, Netzwerke oder die Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V. bieten hierzu kompetente Hilfe. Ausgangspunkt kann auch ein bestehendes Sponsoring sein, das weiter ausgebaut wird.

3. Strategisch planen und denken
Gesellschaftliches Engagement ist Teil der Unternehmensstrategie – erst dann wird der Nutzen für alle Beteiligten optimiert. Langfristiges Engagement ist wesentlich effektiver als vereinzelte Sponsoring-Aktivitäten. 
 
4. Alle Mitarbeiter integrieren
Das Engagement wird bereichsübergreifend durchgeführt und möglichst viele Mitarbeiter sind einbezogen. Die gemeinsame Arbeit an gemeinwohlorientierten Aktivitäten verbindet und motiviert. Die Mitarbeiter können neue Kenntnisse und Kompetenzen erwerben.

5. Auf den passenden thematischen Bezug achten
Das Engagement muss thematisch zum Unternehmen passen. Ein wirklich gutes Engagement stellt nicht nur finanzielle Mittel bereit, sondern bringt spezifisches unternehmerisches Know-how ein. So macht es zum Beispiel Sinn, wenn sich eine Unternehmensberatung in ihrem Kompetenzbereich engagiert und mit Hilfe von Projekt-Patenschaften Wirtschaftspraxis in die Schulen bringt.

6. Professionalität bei der Umsetzung zeigen
Die Umsetzung des Engagements erfolgt mit dem gleichen professionellen Anspruch wie bei Projekten im Kerngeschäft. Neben der fachlichen Kompetenz erfüllt das Unternehmen die aus dem Engagement erwachsenden Ansprüche und Pflichten dauerhaft.

7. Kooperation mit Substanz
In der Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Partner liegt der Schlüssel zum Erfolg: Die verschiedenen Partner tauschen Ideen aus, lernen voneinander und realisieren gemeinsam Projekte. Die Gründung eines gemeinnützigen Instituts oder einer Stiftung bezeugt die Ernsthaftigkeit des unternehmerischen Engagements.

8. Kontakte knüpfen und nutzen
Unternehmerisches Engagement bietet hervorragende Gelegenheiten zum Knüpfen wichtiger Kontakte. Ein Vorteil, der durch gezieltes Networking voll ausgeschöpft und zum Wohle des gesamten Unternehmensgeschäftes – und des Engagements – genutzt werden kann.

9. Erst etwas bewegen, dann darüber sprechen
Das Engagement sollte erst dann nach außen kommuniziert werden, wenn alle Partner, konkrete Projektziele und auch erste Maßnahmen feststehen.

10. Transparent nach innen und außen kommunizieren
Die Kommunikation des Engagements kann in Mitarbeiter-News, im Intranet und im Internet, im Rahmen der Pressearbeit, im Geschäftsbericht oder in einem eigenen Corporate Social Responsibility Bericht erfolgen. Je deutlicher der Nutzen aller Partner beschrieben wird, desto besser können alle Interessengruppen das Engagement einordnen und würdigen. Ein weiterer positiver Effekt: Über das konkrete Projekt hinaus wird die Idee von Corporate Social Responsibility verbreitet.